Somerferien Teil II
Am Abend des 28.Juli kam Luzi’s Freundin Keren aus Hamburger Schultagen in Montreal an. Am 29. dann letzte Vorbereitungen, Sachen packen und Dachbox auf’s Auto montieren bevor wir am nächsten Morgen zu fünft aufbrachen zu unserem Road-Trip nach Nova Scotia. Das erste Ziel hieß Quebec City: wir erwanderten die französischste kanadische Stadt auf ihren historischen Stadtmauern, bewunderten diverse Straßenkünstler, besuchten die Ausgrabungen unter der Promenade vor dem Chateau Frontenac um den Tag sehr französisch in einer bretonischen Creperie ausklingen zu lassen. Diese Nacht hatten wir ein 5-er-Familienzimmer in der verwinkelten Jugendherberge in der Altstadt.

Weiter ging es entlang des Nordufers des St. Lorenz nach Tadoussac wo wir oberhalb der Stadt das erste Mal unsere Zelte aufschlugen. Dick eingemummelt ging es zum Dock der Croisière AML zur Whalewatching-Tour. Auf dem Wasser wurde es entsprechend der Ankündigung 15°C kälter als an Land. Wir beobachteten etwa 400 Robben bei der gemeinsamen Jagd und sahen diverse Wale. Einer tauchte direkt neben dem Schiff auf, direkt unterhalb des Fensters, an dem die Mädchen saßen!

Das nächste Tagesziel war der Inch Arran Trailer Park, bereits in New Brunswick. Wir mussten pünktlich aufbrechen weil um 11 Uhr unsere Fähre auf die Südseite des Flusses ablegen sollte. Auf der Überfahrt konnten wir wieder viele Robben und Wale sehen. Zunächst ging es eine Weile entlang des Ufers durch liebliche Hügellandschaften Richtung Nordosten. Dann bogen wir ab nach Süden, immer weniger Landwirtschaft bis die Berge steiler wurden und nur noch durch Bilderbuch-Kanada am Fenster vorbeizog: Seen & Wälder und Schilder, die einen auffordern, doch bitte auf den folgenden 60 km auf Elche zu achten! Bislang haben wir jedoch keinen einzigen gesehen...

Richtig naturnah wurde es dann im Kouchibouguac National Park. Vom Visitor centre zur Campsite fuhr man locker noch eine Viertelstunde. Das Auto musste auf einem Parkplatz abgestellt werden und dann hieß es Umladen in einen Bollerwagen für die letzten 250m bis zur eigentlichen Campsite. Die befand sich am Rande einer herrlichen Lichtung in direkter Nähe zur Flußmündung. Der gesamte Park ist ein „Lichtschutzgebiet“, d.h. es gibt keinerlei künstliches Licht. Entsprechend überwältigend waren die Sternenhimmel. Mittlerweile hatten sich alle Kinder in den Camping-Modus eingegrooved: routiniertes Stockbrot- oder Marshmellow-Grillen nach vorheriger Stocksuche und Präparierung mit dem Schnitzmesser. Der einzige Schwachpunkt dieses Campgrounds liegt darin, dass wir zwar schwimmen wollten, die Wassertemperatur auch passte, das Wasser jedoch zu flach und schlammig war. Dennoch: der perfekte Platz!


Nun ging es bereits auf die letzte Etappe unserer Hinreise: zu unserer lieben Kollegin Gisela Kaden nach Port Dufferin zwei Stunden östlich von Halifax.

Sie bewohnt im Sommer ein altes Logenhaus der Freimaurer-Loge direkt am Wasser. Sie hat das Haus vor vielen Jahren gekauft und renoviert es seitdem. Mittlerweile verfügt es über Annehmlichkeiten wie fliessend Wasser (warm & kalt!) sowie ein WC. Zum Duschen geht es weiterhin an den nahen Salmon River in den Wasserfall!

Der Weg in's Badezimmer...

frisch geduscht

Hier bleiben wir eine Woche und feiern Paulina’s achten Geburtstag.