das erste Jahr ist um...

Bald sind wir ein Jahr in Kanada, schon sind 4 Wochen Sommerferien um. Das nehme ich zum Anlass noch einmal zu schreiben.
Am Anfang der Ferien waren die Kinder 2 Wochen im Sommercamp des Beaconsfield Yacht Club zum Segeln. Es war fast durchgehend phantastisches Sommerwetter sodass im Falle von Flaute zumindest ordentliches Schwimmvergnügen angesagt war. Paulina & Luzi hatten viel Spaß, zunächst im Opti und später auch in etwas größeren Booten.

Während dieser Zeit sind Kathrin und ich öfter mal nach downtown gefahren, zum Marché Jean Talon, in die Rue St.Hubert zu den Stoff- und Kurzwarengeschäften, nach Westmount zu einem Kochbuchladen, in die mit tausenden Pinken Luftballons geschmückte Rue St.Catherine oder auf’s Plateau. Wir komplettierten unsere Camping-Ausrüstung, gingen mittags essen oder sahen Fussball-EM bei Freunden oder in unserer Dorfkneipe „The Black Lion“.

Die dritte Woche haben wir dann gemeinsam mit Paulina’s Freundin Greta einen kurzen Camping-Trip nach Ontario gemacht. Zunächst verbrachten wir fast einen ganzen Tag im „Canadian Museum of Nature“ in Ottawa. Die Kinder waren kaum herauszubekommen. Das Museum ist eine schöne Mischung aus eher traditionellen Ausstellungen, Teilen mit viel Multimedia-Gedöns bis hin zu schönen Bastelangeboten. Am Nachmittag fuhren wir noch eine knappe Stunde weiter zu unserem ersten Campground im Fitzroy Provincial Park, einem Camping-Platz mit 250 Plätzen. Allerdings ist der Platz im Wald am Ottawa River so groß, dass man die Nachbarn kaum mitbekommt. Die Kinder hüpften gleich in den Fluss und hatten augenblicklich den Drang alles zu erforschen. Nach Sonnenuntergang gab es dann unglaublich viele Glühwürmchen und Sterne zu bewundern. So stellt man sich Kanada vor...

Beim Frühstück am Kioshkwiwok Lake
Am nächsten Tag ging es weiter nach Westen zum Algonquin National Park, vorbei an Orten wie Pembroke und Mattawa. Die Natur nimmt unterwegs zunehmend mehr Raum ein bis 25 km vor dem Erreichen des Ziels erst die asphaltierte Straße endet und 10 km später der Handy-Empfang. Am Ende dieser Straße erwartet einen ein Zeltplatz direkt am Kioskwokwi (abgekürzt Kiosk) Lake, von dem aus man dann nichts als Wald sieht. Für 3 Nächte hatten wir dann die gleiche Routine: Faulenzen, Lesen, Schwimmen, Kanu fahren, lecker essen unter freiem Himmel und den Tag am Lagerfeuer ausklingen lassen.

Das Timing war perfekt weil der Abreisetag noch kräftige Gewitter bringen sollte. So saßen wir trocken im Auto, besuchten auf dem Rückweg noch ein schönes Stoffgeschäft in Ottawa und kamen entsprechend mit „Schätzen“ für die Nähstube zurück nach Beaconsfield.
Dort wurde das „Studio“ sogleich eröffnet und Luzis und Paulinas Freundinnen Greta und Daniela machten begeistert mit beim Stofftiere- und Rock-Nähen.

Zwischendurch wird natürlich immer wieder gegrillt...
Diese Woche erwarten wir noch Besuch: zum einen Paulina’s Klassenlehrerin Bine aus HH kommt für eine Nacht und Luzi’s Freundin Keren aus ihrer Grunschulzeit, mit der wir noch 3 Wochen Campen fahren: Quebec City, New Brunswick und Nova Scotia...

Paulina darf den Hund der Kollegen ausführen
we and our aga am 31. Juli 16
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