umsonst & draussen
...das ist ein großes Thema in Montreal.

Die erste schöne Erfahrung dieser Art machten wir auf dem Montreal Jazz Fest. Auf Wunsch der Kinder fuhren wir mit Bus & Bahn in die City, ein Jahr nicht U-Bahn gefahren...
Also auf zum Place des arts und ins Getümmel der Festival-Besucher. Wie (fast) immer strahlend blauer Himmel und Ende 20°C. Auf diversen Bühnen finden verschiedenste Konzerte statt, von Bigband über Dixieland bis hin zu dem act, den wir hören & sehen wollten: Tokyo-chutei-iki, 10 Bariton-Saxophone mit einer sehr lustigen Performance.
Das ganze Festival wird richtig rund durch kostenlose Sonnencreme-Spender, ausleihbaren Gehörschutz für Kinder, eine Zirkus-Schule und allerhand Leckereien rechts & links. Am Nachmittag lernten wir in der Schlange zum Bus (very british) eine nette Nachbarin kennen, mit der wir die gesamte Fahrt (über eine Stunde) ein angeregtes Gespräch führten. Der Anlass war die Kleinigkeit, dass sie uns deutsch sprechen hörte und selbst an der AVH einen Deutsch-Kurs belegt.

Wenige Tage später hörten wir das Eröffnungs-Konzert der Serie Sommerkonzerte im Centennial Park in unserem „Dorf“, es war eine Beatles-Cover-Band angesagt. Der Park füllte sich schnell auf bestimmt 500 Zuhörer, die auf mitgebrachten Stühlen oder den Tribünen platz nahmen um wenig später John, Paul, George & Ringo zuzuhören: perfekte Pilzköpfe, lustige Uniformen und original-Instrumentarium nebst britischem Akzent schickten „Champ de Bacon“ einige Jahrzehnte zurück. Zunächst eroberten Kinder die Tanzfläche, schnell kamen ganz selbstverständlich andere dazu und letztlich gab es kaum noch Platz. Auch hier wieder nette Gespräche mit begeisterten Omas, die beim Tanz mit unseren Töchtern in Verzückung gerieten (was der Vater selbstverständlich huldvoll entgegennimmt...).

Wir haben vor noch einige weitere dieser Veranstaltungen zu besuchen.