Die erste Woche
Am Donnerstag haben wir dann nach einem (gefühlten) Monster-Einkauf erst mal zwei Stunden bei Videotron und eine halbe Stunde bei Bell in der Mall „Fairview“ verbracht um dann bei Videotron einen Vertrag über Telefon und Internet, und zwar mit einer unbegrenzten Datenmenge - eine Flatrate zum Surfen ist hier nicht das Normale – abzuschließen. Außerdem habe ich mir mal schnell ein Smartphone ausgesucht und auch dafür einen Vertrag abgeschlossen. Videotron ist da ganz fortschrittlich und auch ein Ausländer ohne kanadische „Credit history“ kriegt ein Handy – wenn man den Wert des Handys einfach mal im Vorfeld hinterlegt. Allerdings brauchte ich zwei Photo-IDs und da ich meinen Pass nicht mit hatte musste ich am folgenden Tag noch mal hin und das Gerät abholen. Dafür kam der Techniker – Sebastian – aber auch schon am Samstag und hat bei uns zuhause alles eingerichtet. Fernsehen können wir wohl auch, das war im Paket dabei, haben wir aber noch nicht ausprobiert obwohl wir ja sogar einen Fernseher von unseren Vermietern hinterlassen bekommen haben. Wir haben neben dem Fernseher einiges vorgefunden: Diverse Möbelstücke, die wir zum Sperrmüll geben sollten, Bücher, das Klavier (war abgesprochen), jede Menge Küchenkram, wir können also kochen und backen (obwohl der Container immer noch nicht da ist), ein Drucker ohne Toner, drei Telefone die alle Schrott sind, ein uraltes Telefon, was funktioniert, eine Golfschlägertasche nebst Inhalt, einen Rasenmäher, und so weiter.

Sperrmüll vor unserem Haus
Wir haben dann angefangen die Zimmer oben zu streichen, damit sie schön weiß (statt braun bzw. gelb und blau) sind wenn die Möbel kommen. Montag haben wir dann mal nach einem Auto Ausschau gehalten – wir hatten ja seit Samstag Internet! – und Henning hat bei einem Händler angerufen, der sprach aber nur Französisch, man ist ja schließlich in Québec. Der englischsprechende Kollege sollte in 10 Minuten zurückrufen, nach einer Stunde haben wir unseren Freund Hugo angerufen, ob er mal bei dem Typen wegen des Autos anrufen könne. Hugo: „Where is it? I go there“. Aufgelegt. Eine halbe Stunde später rief er an es sei ein gutes Auto. Er würde uns jetzt abholen kommen (Hugo wohnt eine Stunde entfernt) und wir sollen bei ihm übernachten, morgen kauft er dann ein Auto mit uns. Meinen Einwand wir hätten doch einen Mietwagen und könnten auch zu ihm kommen hat er wohl nicht verstanden (Hugo spricht auch lieber Französisch). Wir haben also schnell zu ende gestrichen, unsere Sachen zusammen gesucht und dann kam Hugo und ist mit uns zu sich nach Basile Le Grand geheizt. Dort hat er Surf’n’Turf für uns gemacht (war super lecker), die Kids waren mit seinen Kids im Pool

und wir haben am Feuer gesessen und Wein getrunken bevor wir im Pop-up-tent geschlafen haben. Am nächsten Vormittag haben wir dann mit Hugo einen schwarzen Subaru Legacy Bj 2005 gekauft.
Er hat uns noch geholfen ihn anzumelden und eine Versicherung abzuschließen bevor wir dann mit unserem eigenen Auto wieder in den englisch-sprachigen Teil zurückgefahren sind.
Mittlerweile war auch Jan-Olaf, der Kollege aus Hamburg der auch frisch an die AvH gegangen ist, im West Island angekommen und den haben wir dann auch gleich mal getroffen.
Zwischendurch hatten wir uns um die Krankenkassenanmeldung hier in Québec, um einen Termin für den kanadischen Führerschein und um eine kanadische Kreditkarte gekümmert und haben uns eine Kitchen-Aid gekauft. Außerdem waren wir bei Kollegen zum Essen bzw. Kaffee trinken und die Kinder durften schon diverse Male in Jans Pool baden.
Am Freitag waren wir zum ersten Mal in Montreal selber und haben ein Fahrrad für Paulina gekauft. Mehr haben wir dort aber auch nicht gemacht. Die Straße, in der der Fahrradladen war, sah nett aus, und auch was wir auf dem Weg dorthin von der Innenstadt gesehen haben hat uns gefallen.
Sonntag haben wir dann Paulinas Geburtstag mit Hugo und Mylene sowie deren drei Kindern und Jan gefeiert. Das war sehr nett und entspannt. Obwohl deren Kinder nur Französisch sprechen haben sich die Kinder gut verstanden.
von links: Jan, Paulina, Melia, Mylene, Nelly, Hugo, Theo, Luzi, ich

Wir sitzen an Paulinas Geburtstag auf der Bootsrampe in Beaconsfield

Paulina auf ihrem neuen Fahrrad, ein "Miele" ;-)

von kathrin (das mit dem kursiv kriege ich noch nicht hin)